Risikobeiträge für Kranke – Private Krankenversicherung

Keine Frage, die private Krankenversicherung lohnt sich in vielerlei Hinsicht. Mit einem guten Schutz wird die Krankenversorgung auch auf individuelle Ansprüche abgestimmt. Außerdem profitieren Selbstständige von deutlich niedrigeren Beiträgen. Im Vergleich mit der gesetzlichen Krankenkasse sind die Ersparnisse sicherlich überzeugend. Hin und wieder erfährt man auch beim Arzt selbst einen direkten Vorteil. Wer die private Krankenversicherung erwähnt, bekommt beispielsweise oftmals schneller einen Termin und kann so bessere Versorgung genießen. Allerdings gibt es auch einige Nachteile, die manchen Interessenten gar nicht bewusst sind. Eine große Stolperfalle sind Risikobeiträge. Das klingt erst einmal recht harmlos, kann jedoch schnell sehr viel Geld ausmachen. binäre optionen

Die private Krankenkasse genießt den Vorteil, dass Sie nicht alle Menschen versichern muss. Viel eher geht es dabei um eine Selektion, wer beispielsweise krank ist, der kommt oftmals gar nicht erst in die private Krankenversicherung. Wenn doch, dann jedoch nur gegen höhere Beiträge. Speziell Übergewicht stellt ein großes Problem dar. Aber auch Bluthochdruck, chronische Krankheiten und andere Beschwerden werden von der privaten Versicherung sehr kritisch bemerkt. Es geht darum, ein Risiko zu erkennen. Der übergewichtige Versicherte ist durchaus eines, denn durch das Übergewicht vermutet die Krankenkasse, dass mehr Arztbesuche anfallen. Außerdem besteht natürlich auch ein Risiko für weitere Krankheiten, die infolge des Übergewichtes entstehen. So oder so hat die private Krankenversicherung also Angst, dass die Kosten für diesen Versicherten schnell das Budget überschreiten.

Aus diesem Grunde gibt es daher den Risikobeitrag. Dabei geht es darum, dass gewisse Risikogruppen einen monatlichen Zuschlag entrichten müssen, damit ein Versicherungsschutz zustande kommt. Die einzelnen Beträge berechnen sich je nach Krankheit. Übergewicht kann in der privaten Versicherung jedoch schnell sehr teuer werden. Ähnlich sieht es auch mit allerhand chronischen Krankheiten aus. Ein Verschweigen dieser Beschwerden ist übrigens keine Option. Früher oder später kommt diese Problematik an das Tageslicht und dann wird es so richtig teuer. Im Zweifel kann die Versicherung den Risikobeitrag über die gesamte Versicherungszeit rückwirkend verlangen. Schnell müssen einige Tausend Euro bezahlt werden. Menschen, die zu den Risikogruppen gehören, sollten sich daher gründlich überlegen, ob sich eine private Krankenversicherung dennoch lohnt. Zu diesem Zwecke eignet sich das direkte Gespräch mit der Krankenkasse. Denn so weiß man, mit welchem Extrabeitrag man rechnen muss und kann dann effektiv vergleichen. Je nach Berechnung kann man sich dann für die private Krankenversicherung entscheiden oder in der gesetzlichen verbleiben.

Private Krankenversicherung für Existenzgründer?

Immer mehr Menschen gehen einer selbstständigen Tätigkeit nach. Viele Dinge müssen beachtet werden und natürlich wollen die meisten auch die Kosten im Blick behalten. Irgendwann wird daher auch die private Krankenversicherung zum Thema. Schließlich haben die meisten noch immer ein sehr falsches Bild von dieser Versicherung im Kopf. Es wird immer noch suggeriert, dass die private Krankenversicherung beste Leistung zum kleinen Preis offenbart. Experten empfehlen sogar, dass sich Selbstständige lieber privat versichern sollten. Allerdings ist nicht unbedingt immer alles Gold, was glänzt. Viel eher sollte so eine Entscheidung gründlich durchdacht werden, denn einmal in der privaten Krankenversicherung drin, wird es schon schwer, wieder rauszukommen. Genau darin schlummert auch die größte Gefahr.

Schließlich mag man in jungen Jahren gesund und agil sein. Doch je älter man wird, umso mehr Krankheiten sind auch möglich. Irgendwann ist vielleicht die Einnahmequelle sogar versiegt und man steht vor dem Problem, dass die private Krankenversicherung natürlich das Geld haben möchte. Ähnlich sieht es auch aus, wenn ein Monat mal nicht so gut läuft. Mit dazu kommt dann auch noch der Selbstbehalt. Denn wer die private Krankenversicherung so günstig wie möglich halten möchte, der kann dies ohne einen Selbstbehalt wohl kaum tun. Allerdings muss diese Summe auch erst einmal vorhanden sein. Bei einem kleineren Selbstbehalt ist dies vielleicht noch kein Problem, wer jedoch sparen möchte, entscheidet sich vielleicht für einen hohen Selbstbehalt. Dann kann es auch schnell kritisch werden.

Nicht selten passiert es, dass man sich dann fragen muss, ob man sich den Arzt überhaupt leisten kann. So oder so ist die private Krankenversicherung natürlich letztlich immer eine gute Sache. Doch es gibt auch kleine Stolpersteine, welche von den meisten Menschen nicht weiter beachtet werden. Wichtig ist, dass sich Existenzgründer ausführlich beraten lassen. Denn die eigenen Lebensumstände sind bei dieser Entscheidung sehr wichtig. Außerdem müssen auch die Finanzen beleuchtet werden und natürlich darf der Gesundheitszustand nicht vernachlässigt werden. Wer sich nach Sicherheit sehnt, der sollte jedoch in der ersten Zeit der Selbstständigkeit vielleicht nicht sofort in die private Krankenversicherung wechseln. Denn es spricht auch nichts dagegen, erst einmal herauszufinden, wie die Geschäftsidee funktioniert und ob die Einnahmen letztlich so ausfallen, wie man sich das auch vorstellt. Ein Wechsel in die private Krankenversicherung ist dann jederzeit möglich.